19:04 Uhr, Alarm für die Wehr Waldems-Esch, Waldems-Reichenbach und den Rettungsdienst vom Deutschen Roten Kreuz. Schwerer Verkehrsunfall mit einer Landwirtschaftlichen Maschine und einem PKW in Bermbach am Kreuzhecker Hof. Frontalzusammenstoß, mehrere verletzte Personen. Mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem ELW rückten wir zu der gemeldeten Einsatzstelle aus. Gefolgt von den Kameradinnen und Kameraden aus Waldems-Reichenbach. An der Einsatzstelle angekommen wurde festgestellt, dass eine Erntemaschine mit einem PKW frontal zusammengestoßen ist, das Fahrzeug steckt unter der Front der Erntemaschine. 2 Verletzte befinden sich im Fahrzeug, auch der Fahrer der Erntemaschine wurde verletzt. Der bereits vor Ort befindliche Rettungsdienst hat eine Triage der Verletzten vorgenommen und den Fahrer des PKW rot , die auf der Rückbank sitzende Mitfahrerin gelb und den Fahrer der Erntemaschine als grün eingestuft. Das Ergebnis der Triage wurde dem Gruppenführer vom Hilfeleistungslöschfahrzeug mitgeteilt. Das Einsatzleitfahrzeug übernimmt die funktechnische Unterstützung an der Einsatzstelle. Schnell ist klar, hier müssen weitere Rettungskräfte vor Ort. 2 Hubschrauber und ein zusätzlicher Rettungswagen und ein Notarzt werden benötigt. Die Einsatzstelle wird in Einsatzabschnitte aufgeteilt. Die Wehr aus Reichenbach bekommt die Aufgabe den Fahrer zu befreien, Die Wehr Esch kümmert sich um die verletzte Person auf der Rücksitzbank und den Fahrer der Erntemaschine, der Rettungsdienst ist verantwortlich für die medizinische Versorgung. Das Heck des Fahrzeugs wird geöffnet, um besser an die Verletzte zu kommen, zusätzliche Rettungsöffnungen müssen geschaffen werden, um die Verletzten versorgen zu können. Der Fahrer der Erntemaschine kann aus dem Führerhaus befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Um in der Erstphase alle Verletzten versorgen zu können, werden die Sanitäter der Feuerwehr benötigt, um Erste-Hilfe zu leisten. Um bei der einbrechenden Dunkelheit noch sicher Arbeiten konnte, wird mit den Lichtmasten der Feuerwehrfahrzeuge die Einsatzstelle ausgeleuchtet und eine Wärmelampe in Stellung gebracht. Nachdem die Rettungsöffnungen geschaffen sind, wird die Verletzte auf der Rücksitzbank des Fahrzeugs schonend befreit. Anschließend wird der Fahrer, welcher unter der Erntemaschine im Fahrzeug eingeklemmt ist, aus dem Fahrzeug gerettet. Hierbei muss die Hebeeinrichtung vom Mähwerk mit hydraulischem Gerät und Ketten angehoben werden. Zum Glück war das nur eine Übung, welche durch die Übungsleitung beobachtet und überwacht wurde. Kameradinnen und Kameraden in blauen Westen mit dem Aufschrift Übungsleitung beobachteten die vorgenommenen Maßnahmen und Schritte. Nach dem alle „Personen“ befreit sind, wurde die Übung besprochen und analysiert. Danke an den Organisator Kai Volkmar, der die Übung mit seinen Unterstützerinnen und Unterstützer vorbereitet, die Erntemaschine zur Verfügung gestellt und eine realitätsnahe Situation geschaffen hat. Danke an die Kameradinnen und Kameraden aus Reichenbach und dem Rettungsdienst für die gute und harmonische Zusammenarbeit. Hinweis in eigener Sache!!!!!! Selbstverständlich würden wir bei einem realen Einsatz keine Bilder von Verletzten, Geschädigten oder Opfern zeigen. Wir möchten hier nur aufzeigen, wie realitätsnah geübt und die Verletzungen dargestellt wurden. Erklärung einiger verwendeter Begriffe Triage Ist die ärztliche Sichtung bei einer größeren Anzahl von Verletzten oder Erkrankten und entscheidet über die Priorität der medizinischen Versorgung. Hierbei wird auch entschieden, ob weitere Rettungsmittel mit medizinischem Personal (boden-, wasser- oder luftgebunden) benötigt werden. Sichtungskategorie Verletzte und Erkrankte werden einer Sichtungskategorie zugeteilt. Es gibt 5 Kategorien: Rot = Vital / lebensgefährlich bedroht Sofortige Behandlung Gelb = schwer verletzt oder erkrankt Dringende Behandlung Grün = leicht verletzt oder erkrankt Nicht-dringliche Behandlung Blau = Ohne Überlebenschance Palliative Versorgung Schwarz = tot / Verstorben MANV Der Begriff bedeutet Massenansammlung von Verletzten oder Erkrankten sowie anderen Geschädigten oder Betroffenen. Hierbei stößt der reguläre Rettungsdienst einer Region schnell an seine Grenzen der Leistungsfähigkeit, zusätzliche Kräfte müssen alarmiert werden. Sanitäter der Feuerwehr Das ist ein Ausbildungslehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Kassel, bei dem Feuerwehrangehörige lernen, Verletzte oder Erkrankte Personen bis zur Übergabe an den Rettungsdienst fachgerecht erstversorgen zu können. Der Lehrgang dauert zwei Wochen und endet mit theoretischen und praktischen Prüfungen.
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Stationsausbildung Fahrzeug und Gerätekunde ist ein fester Bestandteil der Stationsausbildung in unserer Wehr. Gerade bei Geräte und Ausrüstungsgegenstände, die nicht so oft benutzt werden, ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen diese zu schulen und zu unterweisen. Im Vordergrund steht hierbei, das Wissen über diese Ausrüstungsgegenstände aufzufrischen und Änderungen bei der Handhabung oder dem einsatztaktischen Vorgehen zu vermitteln. Da hierbei aber auch Gefahren für die Einsatzkräfte entstehen können, wird selbstverständlich auch die sichere Handhabung und das sichere Einsetzen der Geräte unterwiesen. In drei Stationen wurden die Einsatzkräfte geschult und unterwiesen. Bevor es losging, wurden die anwesenden Einsatzkräfte in drei Gruppen aufgeteilt und den Stationen zugewiesen. In der Station Wasserentnahme und Saugleitung, geleitet vom Gerätewart Frank Schuster, wurde das Kuppeln der Saugleitung, das Anbringen der Halte- und Ventilleine vermittelt. Welcher Trupp ist für welche Aufgabe zuständig. Weiterhin wurden weitere Ausrüstungsgegenstände auf dem Fahrzeug gezeigt und besprochen. In der nächsten Gruppe, geleitet von Patrick Rosam, wurde die richtige Handhabung der Tauchpumpe und der Iso-Sauger geschult. Welche Geräte werden benötigt und wie werden diese richtig eingesetzt. Was hat sich bei der neuen Tauchpumpe geändert, worauf muss geachtet werden? In der dritten Gruppe, geleitet von Matthias Ott, stand das Kaminfeger Werkzeug aber auch die Wärmebildkamera, das Kohlenstoffmonoxid-Warngerät (CO-Warner) und die Absturzsicherung auf dem Ausbildungsplan. Gerade bei Arbeiten in Höhen oder Tiefen ist es wichtig, dass Einsatzkräfte sich gegen einen drohenden Absturz sichern können. Nachdem alle Einsatzkräfte in jeder Station unterwiesen waren, alle Fragen beantwortet waren und die Ausrüstungsgegenstände wieder auf das Fahrzeug verladen waren, konnte nach 90 Minuten Ausbildung Übungsende verkündet werden. Zum Abschluss hatte Friedel Moos wieder für eine warme Speise und gekühlte Getränke gesorgt. Danke an die Ausbilder Frank Schuster, Patrick Rosam, Matthias Ott und an den Bewirtschaftungstechniker Friedel Moss.
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Ein scharfer Blick, gutes Einschätzen der erforderlichen Kraft und Strategie waren beim heutigen Übungsabend wieder gefragt. Auf dem Übungsplan stand das Billardspielen. Um 18:50 Uhr trafen wir uns im Gerätehaus und fuhren dann ins Bistrot Pub 99 nach Bad Camberg, wo Andreas Günther Billardtische angemietet hatte. Mit 2 Teams und pro Team 2 Personen pro Billardtisch wurde gespielt. Selbstverständlich stand hier das kameradschaftliche Miteinander und nicht der ernste Wettkampf im Vordergrund. Dennoch musste man im Team eine gemeinsame Strategie / Entscheidung treffen. Wie der nächste „Stoß“ ausgeführt werden könnte, um die Kugel einzulochen. Blieb der gewünschte Erfolg aus, wurde kein Trübsal geblasen, da war der Ansporn da, es beim nächsten Stoß besser zu machen. Wie auch in den vergangen Jahren üblich, kehrten wir nach dem Billardspielen noch in der Morcher Mühle ein und stärkten uns mit leckerem Essen und einem Kaltgetränk. Da wir schon seit vielen Jahren an Fasching Billard spielen gehen, wurde schon mal nachgefragt, hat das was mit einer Feuerwehrübung zu tun. Wäre eine Theorie- oder Praxisausbildung nicht sinnvoller? Motivation, Miteinander, seiner Kameradin oder Kameraden vertrauen und gemeinsame Entscheidungen zu treffen sind Grundlagen in der Übung und im Einsatz. Und genau das kann man auch an einem solchen Abend erlernen. Wir spielen im Team (Trupp), der Trupp entscheidet das taktische Vorgehen, eine gemeinsamen Entscheidung aber auch darauf vertrauen zu können, wenn der/die erfahrene Teampartner /in mal die Führung zum nächsten Zug übernimmt. Parallelen zu der Übung sind nicht zu übersehen. Mit einem Unterschied, über eine falsche Entscheidung oder einem missglückten Stoß wird gelacht. Wird nicht auch nach einer Übung für das leibliche Wohl mit Essen und Trinken gesorgt? Gelebte Kameradschaft Vielen Dank an die Mannschaft vom Bistrot Pub 99, Bad Camberg und Morcher Mühle, Idstein-Walsdorf für die sehr gute und freundliche Bewirtung. Danke an Andreas Günther für die Vorbereitung und Abwicklung. Wir wollen nicht versäumen unserem Kameraden Tobias Hönge zum bestandenen Gruppenführerlehrgang zu gratulieren. Herzlichen Glückwunsch
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Jahresabschlussfeier Heute fand unsere Jahresabschlussfeier statt. Um 17 Uhr trafen wir uns im Gerätehaus. Eine Wandergruppe begab sich auf den Weg nach Walsdorf, einige Mitglieder fuhren direkt zum Treffpunkte. Als Lokal war die Bauernstube in Idstein-Walsdorf festgelegt. Dort hatten im Vorfeld der Bewirtschaftungstechniker Friedel Moos und der Vereinsvorsitzende Andreas Günther die Vorbereitungen getroffen. Die Wandergruppe startete am Gerätehaus in Esch und wurde unterwegs mit Warm- und Kaltgetränken versorgt. Gemeinsames Treffen war dann in der Bauernstube. Matthias Thöne mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hatte mit einem Buffet alles für uns vorbereitet. Der krönende Abschluss war der Nachtisch. In geselliger Runde wurde noch gefachsimpelt und Anekdoten ausgetauscht, bis es dann hieß. Rückfahrt zum Gerätehaus in Esch. Vielen Dank an die Organisatoren (Andreas Günther und Friedel Moos) für diesen gelungenen Abend. Danke auch an die Mannschaft von Matthias Töne von der Bauernstube für die sehr gute Bewirtung.
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Neujahrsempfang Am ersten Übungsabend im Jahr lädt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Waldems-Esch e.V. und die Wehrführung alle Einsatzkräfte der Wehr mit Ihren Partnern sowie die Personen, welche die Kinder- und Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung mit großzügigen Geldspenden unterstützt haben, ein. Aber auch Personen aus den politischen Gremien, die dabei mitgewirkt haben, dass wichtige Anschaffungen für die Wehr realisiert werden konnten. So ist es seit vielen Jahren gelebte Tradition, an diesem Abend allen Danke zu sagen. Der erste Vorsitzende Andreas Günther und der Wehrführer Patrick Rosam konnten zahlreiche Gäste, unter anderem Rolf Pleiner, Beigeordneter Gemeindevorstand und Thorsten Diehl, Gemeindebrandinspektor begrüßen. In einer kurzen Rede, danke Andreas Günther und Patrick Rosam allen Gönnern für die tatkräftige Unterstützung und auch dem Gemeindebrandinspektor, seinem Stellvertreter sowie dem Feuerwehrsachbearbeiter der Gemeinde. Ganz besonderen Dank galt den Einsatzkräften der Wehr, die 365 Tage, rund um die Uhr bei einem Notfall einsatzbereit sind und mit ihrem umfangreichen Fachwissen, Hilfe leisten. Aber auch für die vielen Stunden, die aufgewendet werden müssen, um Lehrgänge und Übungsabende zu besuchen. Das geht nur dann, wenn auch die Partnerin oder der Partner dies mitträgt und unterstützt. Ihnen gilt ein besonderer Dank, muss doch im Laufe eines Jahres von den Partnerinnen und Partner sehr viel Familienzeit an die Einsatzabteilung abgegeben werden. Danke auch an die Arbeitgeber, die es ermöglichen, dass Einsatzkräfte während der Arbeitszeit zu Einsätzen eilen dürfen oder Lehrgänge besuchen können. Der Dank galt auch den Eingeladenen, die am heutigen Abend aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnten. Dankesworte gab es aber auch von Rolf Pleiner und Thorsten Diehl mit der Hoffnung verbunden, sich weiterhin tatkräftig in der Einsatzabteilung aber auch im Verein zu engagieren. Natürlich gehört zu einem solchen Anlass auch dazu, dass die Gäste bewirtet werden. Bei Glühwein, Kaltgetränken und Gegrilltem stand man noch lange zusammen, tauschte Informationen und Gedanken aus. Besonderen Dank auch an Friedel Moos, der über das Jahr die Einsatzkräfte nach den Übungen mit Essen und Trinken bewirtet und auch dieses mal wieder alles für diesen Abend vorbereitet hatte.
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Stationsausbildung Unter der Leitung vom stellvertretenden Wehrführer Tobis Hönge standen heute verschiedene praktische und theoretische Themen auf dem Ausbildungsplan. In der ersten Station wurde das richtige Ausleuchten an der Einsatzstelle ausgebildet. Wolfgang Baum zeigte den Kameradinnen und Kameraden, wie eine Einsatzstelle schattenfrei ausgeleuchtet werden kann. Sehr anschaulich wurde von Wolfgang dargestellt, wie die Lichtausbeute von alten Halogenscheinwerfern zu den heute modernen LED-Scheinwerfen ist. Die LED-Scheinwerfer verbrauchen deutlich weniger Strom, liefern aber eine vielfach bessere Helligkeit für den auszuleuchtenden Bereich. In der zweiten Station wurden das digitale Handfunkgeräte angesprochen. Tobias Klein legte in seiner Ausbildung den Schwerpunkt auf das Umstellen auf andere Kanäle. Dies wird benötigt, wenn Einsatzstellen in unterschiedliche Einsatzbereiche aufgeteilt werden oder wir zur Unterstützung außerhalb von Waldems ausrücken. Anschließend informierte uns Michèle Müller vom Rheingau-Taunus-Kreis über die Wichtigkeit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist ein lebensbedrohlicher Notfall, bei dem das Herz plötzlich aufhört zu schlagen und die Blutzirkulation zum Erliegen kommt. Sie zeigte auf, wie wichtig es ist, dass eine schnelle Hilfe vor Ort ist und Erstmaßnahmen eingeleitet werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Hier leistet die „Blaulichtfamilie“ (so nannte Michéle alle Kameradinnen und Kameraden von Rettungsdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Polizei, DLRG, Bergwacht,….), einen wesentlichen Beitrag. Anschließend wurde noch der Blick in die Zukunft gerichtet, wie bei solchen Notfällen, evtl. noch schneller. Erste-Hilfe geleistet werden könnte. Schauen sie regelmäßig auf unsere Internetseite (www.fw-esch.de) und abonnieren sie den News-Letter. Hier informieren wir sie über Einsätze, Übungen, Veranstaltungen aber auch über Neues, Veränderungen und vieles mehr. Danke an Michéle Müller, Wolfgang Baum und Tobias Klein für die theoretische und praktische Ausbildung. Danke auch an Friedel Moss, der uns im Anschluss noch mit leckerem Essen und Getränken versorgt hat.
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